Wie hätten die Nazis gestoppt werden können?

podiumsdiskussion1// Podiumsdiskussion über den Beitrag Leo Trotzkis zum Kampf gegen den Faschismus //

Die Machtübergabe an Hitler und die Etablierung der Nazidiktatur jährt sich zum 80. Mal. Nach dem 30. Januar 1933 wurden die millionenstarken Organisationen der deutschen ArbeiterInnen­bewegung, vor allem die SPD und die KPD, zerschlagen. Beide Parteien hatten in den Jahren davor jegliche Zusammenarbeit gegen den Faschismus abgelehnt: Die reformistische SPD nannte die KPD „rot lackierte Faschisten“, die stalinisierte KPD nannte die SPD „Sozial­faschisten“. Der russische Revolutionär Leo Trotzki kritisierte diese Positionen von seinem Exil in der Türkei aus: Er forderte eine Einheitsfront, um die Nazis zurückzuschlagen – aber auch, um eine revolutionäre Antwort auf die kapitalistische Krise vorzubereiten. Welche Bedeutung hat Trotzkis Politik angesichts der faschistischen Gefahr von heute? Was können wir aus der Katastrophe der deutschen Arbeiter­Innenbewegung lernen? Darüber soll auf einem Podium und auch mit dem Publikum diskutiert werden.

Vorstellung der Broschüre „Was nun?“ und Podiums­diskussion mit:
• Prof. Wolfgang Wippermann
Historiker, Freie Universität Berlin, Autor des Buches „Faschismustheorien“
• Prof. Mario Keßler
Historiker, Universität Potsdam, Autor des Buches „Heroische Illusion und Stalin-Terror“
• Sascha Stanicic
SAV-Bundessprecher und Mitglied der Linkspartei Neukölln, Autor des Buches „Anti-Sarrazin“
• Dr. Nick Brauns
MI, Historiker und Journalist bei der „jungen Welt“, Autor des Buches „Schafft Rote Hilfe!“
• Wladek Flakin
RIO, Historiker, Autor der Broschüre „Von Neukölln zur Weltrevolution.“

Freitag, 1. Februar, 19 Uhr im Mehringhof
Versammlungsraum, Gneisenaustr. 2a, U6/U7 Mehringdamm, Berlin-Kreuzberg

Veranstaltet von: Trotzki-Archiv, RIO, Red Brain, Waffen der Kritik, Banana Republic

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72. Todestag Leo Trotzkis

Heute vor 72 Jahren, am 21. August 1940, verstarb der russische Revolutionär Lew Dawidowitsch Bronstein, besser bekannt unter seinem Pseudonym Trotzki. Am Tag davor war er von einem Agenten des stalinistischen Geheimdienstes in seinem mexikanischen Exil tödlich verletzt worden. Doch Stalins Unterdrückungsapparat konnte den Vorsitzenden des Petrograder Sowjets und den Gründer der Roten Armee nicht aus der Geschichte löschen (wie sie auf so vielen Fotoaufnahmen versuchten), denn die Ideen des Bolschewismus, die er trotz der stalinistischen Degeneration der Sowjetunion fortsetzte, lebten weiter: nicht nur in seinen Schriften sondern auch in der am Vorabend des Zweiten Weltkrieges gegründeten Vierten Internationale. Doch obwohl Trotzki gerade viele Analysen über den Klassenkampf in Deutschland und den Kampf gegen den aufsteigenden Faschismus lieferte, sind seine Schriften in Deutschland relativ schwer zugänglich. Deswegen möchten wir ein neues Projekt, das „Trotzki-Archiv“, heute vorstellen.

Was ist das Trotzki-Archiv?

Das „Trotzki-Archiv“ ist ein Projekt von Mitgliedern von RIO, der Revolutionären Internationalistischen Organisation, und unabhängigen AktivistInnen, um Schriften von Leo Trotzki in deutscher Sprache einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wir wollen kostengünstige Ausgaben von wichtigen Broschüren Trotzkis herausgeben, damit ArbeiterInnen und Jugendliche sich besser mit seinen Analysen des Faschismus, des Stalinismus, der kapitalistischen Krise usw. auseinandersetzen können. Diese Texte werden wir auch in verschiedenen Formaten im Internet anbieten. Für diese Arbeit benötigen wir Unterstützung jeder Art: Korrektur, Transkription, Übersetzung sowie finanzielle Spenden. Beteiligt euch an der Arbeit des „Trotzki-Archivs“, um zentrale Lehren aus den revolutionären Prozessen des 20. Jahrhunderts zu verbreiten, damit wir die revolutionären Prozesse des 21. Jahrhunderts besser meistern können.